POLITTALK »Gestalten & Standhalten« | 15.12.25
Dieser Polittalk schafft einen gezielten Austauschraum zu Fragen von Haltung, Sicherheit und Umgang mit gesellschaftlichen Spannungen im Kontext von Tanz in ländlichen Räumen am Beispiel des neuen Toolkits »Gestalten & Standhalten« vom Verbund Mitte:Ost – dem übergreifenden Zusammenschluss der Landesverbände für die Freien Darstellenden Künste in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
Unsere Partner*innen Elisabeth Nehring (Tanzregion Mecklenburg-Vorpommern), Annika Stadler (Dramaturgin und Produzentin – Brandenburg) und Martin Stiefermann (Schloss Bröllin – Mecklenburg-Vorpommern | BRUCKSTÜCKE – Brandenburg) sprechen mit Josephine Bock (Geschäftsführerin des Landesverband der Freien Theater in Sachsen e.V.) über »Gestalten & Standhalten – Ein Toolkit für Kunst im Spannungsfeld politischer Realitäten« vom Verbund Mitte:Ost und öffnen das Gespräch im Anschluss für alle Anwesenden.
Entstanden ist dieses Toolkit im Rahmen des Projekts LAB & KONFERENZ VIELFÄLTIGER OSTEN, einem zweiteiligen Qualifizierungsprogramm des Verbunds Mitte:Ost, das 2025 durchgeführt wurde. Das LAB brachte rund 30 Künstler*innen, Spielstättenverantwortliche und Festivalkuratierende aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit internationalen Partner*innen aus Polen, Tschechien und den Niederlanden zusammen. Im Mittelpunkt standen Fragen nach der Wirksamkeit politischer Kunst, nach sicheren Räumen, nach strategischem Handeln im Zusammenspiel von Haltung, Öffentlichkeit und Ressourcendruck; und nach Wegen, langfristiges Engagement zu gestalten, ohne daran zu erschöpfen.
Die Inhalte dieser Broschüre basieren auf den Ergebnissen dieses Dialogs, den anschließenden Expert*innenbeiträgen aus Recht, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Rahmen der Konferenz, begleitet von Netzwerktreffen und Weiterbildungsformaten, sowie ergänzenden Recherchen. Dabei orientiert sich die Auswahl der Themenschwerpunkte dieses Toolkits an den Diskussionsbedarfen der Teilnehmenden des Projekts LAB & KONFERENZ VIELFÄLTIGER OSTEN. Die in diesem Kit aufgegriffenen Themen verstehen sich insofern als modellhafte Kategorien, die nicht voneinander trennbar sind und vielmehr in wechselseitigen, sich ergänzenden Beziehungen stehen.
Das Toolkit richtet sich vor allem an Künstler*innen und Veranstaltende der Freien Darstellenden Künste. Es versteht sich als praktische Handreichung, die Einstieg, Begleitung oder Verstärkung für den eigenen Umgang bieten kann. Dabei erhebt es keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit, sondern ist als wertebasierter Impulsgeber gedacht. Es lädt dazu ein, eigene Erfahrungen zu reflektieren, Arbeitsweisen weiterzuentwickeln, Handlungsspielräume auszuloten und sich mithilfe weiterführender Literatur oder bei Beratungsstellen zu informieren.
