Lisa von Eichel-Streiber & Sarah Petry – Mai bis Juni 2025
»TANZ aus dem RAUM« zwischen Hüffelsheim und Nierstein (Rheinland-Pfalz)
Lisa von Eichel-Streiber (Hüffelsheim) und Sarah Petry (Nierstein) gestalteten Zeitgenössischen Tanz aus dem ländlichen Raum heraus – mit nachhaltigem Anspruch. Unter dem Titel „TANZ aus dem RAUM“ setzte ihr peer2peer auf Analyse, Reflexion und Strategie: In drei Arbeitstreffen erhoben sie die künstlerischen Bedingungen vor Ort, tauschten sich mit Kolleg*innen aus und entwickelten Strukturen zur Sichtbarkeit und Professionalisierung. Flankiert wurde das Projekt durch ein Coaching mit Pascal Sangl und eine grafische Protokollierung durch das Kollektiv stevethaldesign – ein künstlerisches Echo auf den Prozess. Ihr Ziel: Tanz soll im ländlichen Raum nicht Randerscheinung sein, sondern Begegnungsraum, Impulsgeber und Plattform für kulturelle Teilhabe.


Fotos © Christian Kleinschmidt & Lisa von Eichel
Ihre drei Besuche gestalteten sie folgendermaßen:
Phase 1: Ist-Analyse 25.-27.5. Hüffelsheim:
Im Fokus stand das Erstellen einer Map mit Orten/ Personen/ Institutionen, die sie bereits mit Tanz füllen konnten, die Sammlung von Fragen/ Hürden/ Ideen, die ihnen in dieser Zeit begegnet sind und die Erschließung von Themen, die auf eine tiefere Ergründung in der nächsten Phase drängen.
Phase 2: Think Tank 10.-11.6 Eschbach:
An einem neuen Ort, in neuer Umgebung war es ihr Ziel den entstandenen Themenblöcke mit der Unterstützung einer weiteren erfahrenen Tanzschaffenden, Ari Hoffman, die sich auch in Rheinland-Pfalz verwurzelt hat, noch einmal mit einer ganz neuen Offenheit begegnen. Sie wollten losgelöst von dem, was war, ins Spielen, Spinnen und Visualisieren kommen.
Phase 3: Aktionsplan 14.-16. 6. Nierstein (15.6. in der Kunstwerkstatt Bad Kreuznach):
Sie bündelten, sammelten, konkretisierten ihre Pläne und Ideen in einem Aktionsplan für die nächsten Jahre und brachten einen Medienauftritt, der ihre Arbeit zugänglich und greifbar macht, auf den Weg.

Grafik: © stevethaldesign
Erfahrungsbericht:
„Wir gestalten zeitgenössischen Tanz aus dem ländlichen Raum heraus – mit nachhaltigem Anspruch. Unter dem Titel „TANZ aus dem RAUM“ haben wir unser Peer-2-Peer-Projekt auf Analyse, Reflexion und Strategie ausgerichtet. In drei Arbeitstreffen haben wir die künstlerischen Bedingungen vor Ort erhoben, uns mit Kolleg*innen ausgetauscht und an Strukturen zur Sichtbarkeit und Professionalisierung gearbeitet. Begleitet wurde unser Prozess durch einen Think Tank mit Ari Hoffmann, ein Coaching mit Pascal Sangl sowie ein Graphic Recording durch das Kollektiv stevethaldesign – ein künstlerisches Echo auf unsere gemeinsame Arbeit. Für uns soll Tanz Begegnungsraum, Impulsgeber und Plattform für kulturelle Teilhabe sein. „Was war und ist?“ – diese Frage stand am Beginn unserer Analyse. Durch eine Visualisierung der Orte unseres gemeinsamen und individuellen Wirkens wurde deutlich, wie wichtig ORTE und ANKERPUNKTE für Tanz im ländlichen Raum sind. Daran schloss sich die Suche nach Orten mit kreativem Potenzial sowie nach möglichen Kooperationspartner*innen an. Unser Ziel ist es, SICHTBARKEIT zu gewinnen – sowohl in der Politik als auch bei den Menschen, die wir zur Bewegung einladen möchten. Dafür braucht es WUMMS IM TUN ebenso wie VERTRAUEN und ZEIT. Im Tanzen denkend näherten wir uns der Frage: Was kann TANZ sein? Und was braucht Tanz, um ihn in unserem Umfeld zu kuratieren, ihm eine Stimme zu geben, Sehgewohnheiten herauszufordern und Tanz zum SEHEN UND ERLEBEN zu machen – mit einem BLICK AUS DEM FENSTER? „Was wird sein?“ – Wir wollen ANDOCKEN an die Chancen vor Ort, Tanz in bestehende Strukturen einbringen und diese zugleich aufbrechen. Wir möchten Tanz mit TEILHABE ermöglichen und ihn WACHSEN LASSEN. Das Schaffen von Zeit*Räumen soll ORTE für Tanz etablieren. Unsere Pläne reichen von TANZSTÜCKEN über FAMILIENTANZTAGE bis hin zu NETZWERKTREFFEN.“
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